| Frauen Union informiert sich bei Schattenriss über Hilfsangebote |
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Sexueller Missbrauch ist zurzeit in aller Munde – und das zu Recht, findet Sigrid Grönert, Kreisvorsitzende der FU. Kürzlich informierte sich eine Delegation der Frauen Union in den Räumen von Schattenriss über das brisante Thema. Schattenriss arbeite schon seit mehr als zwanzig Jahren in der Beratung von betroffenen Mädchen und Frauen. Die jüngsten Opfer, die in der Beratungsstelle landen, sind im Kindergartenalter. „Sexueller Missbrauch ist eines der abscheulichsten Verbrechen, das an Frauen begangen werden kann“ stellt Sigrid Grönert fest. „Meistens werden die Taten wiederholt begangen und dem Opfer wird trickreich angedroht, dass alles ein Geheimnis bleiben müsse. Es werden Ängste geschürt, die fast immer zu lebenslangen psychischen Folgeschäden führen.“
Die Beraterinnen versuchen mit ihrer Arbeit diese Entwicklung zu
unterbrechen. Jutta Wolters, Diplom-Pädagogin bei Schattenriss zeigte
sehr feinfühlig auf, wie vorsichtig sie mit Beratungskontakten umgeht
und versucht, sich umfangreich und das Opfer schützend zu informieren,
bevor sie handelt. Das gilt natürlich auch dem Schutz eines vielleicht
doch zu Unrecht belasteten potentiellen Täters. Sigrid Grönert und ihre Stellvertreterin Gabriele Klaassen kamen nach dem Besuch zu der Schlussfolgerung, dass Opfer noch mehr aufgeklärt und ermutig werden sollten, ihre Erlebnisse sobald wie möglich anzuzeigen, da viele Täter Wiederholungstäter sind und frühzeitig gestoppt werden sollten. Um das zu erreichen ist Präventionsarbeit in Schulklassen, im Internet oder auch durch Schulung von Erziehern/Erzieherinnen, Lehrern/Lehrerinnen usw. nötig. Auch da ist Schattenriss sehr aktiv, z. B. durch Zusammenarbeit mit der Polizei in dem Projekt "Kinder stark machen". Während des Besuches ergaben sich immer wieder lebhafte Diskussionen, in denen auch deutlich wurde, dass das Thema Missbrauch trotz der momentanen Beachtung meistens schnell wieder aus dem Fokus verschwindet, ungeachtet des Leides, das durch solche Taten verursacht wird. Dass Thomas Röwekamp, Landesvorsitzender der CDU, diese Arbeit durch seine Aktion "Bremer Stadtläufer" unterstützt, ist enorm hilfreich und es dürfte ruhig noch mehr solcher Unterstützer geben, war ein abschließender Kommentar von Jutta Wolters, die auch zuständig für Finanzen, Fundraising, Sponsoring und Öffentlichkeitsarbeit ist. |
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